Alles Müll: Oder was beim Abfallsack beachtet werden soll

Wer schon einmal bei sich auf der Arbeit den Auftrag bekommen hat, Abfallsäcke für die Firma nachzubestellen stösst unweigerlich irgendwann auf diese Frage: Welche Grösse und welche Bauart passen eigentlich zu welchem Behälter? Der kleine Papierkorb im Büro, der Rollcontainer im Hof oder der robuste Sack in der Werkstatt stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an Volumen, Form und Material. Wer sich dessen nicht bewusst ist, bestellt schnell zu knapp bemessene oder unnötig teure Säcke. Mit diesem Blogbeitrag möchte Hygolet das Handwerkszeug weitergeben, welches es für eine sinnvolle Entscheidung braucht.

Viele Behälter, ein Betrieb: Warum die Grösse beim Sack zuerst zählt

In Schulen stehen kleine Papierkörbe im Klassenzimmer meist neben grösseren Sammelbehältern im Gang und in der Mensa. Bürogebäude kombinieren kleine Behälter unter dem Pult mit zentralen Sammelstellen pro Stockwerk. Für den kleinen Pultkorb reichen meist 35 bis 60 Liter, für Gang- und Gemeinschaftsbehälter braucht es eher 60 bis 120 Liter, und für die Sammelstelle im Hof oder an der Anlieferung kommen die genormten Rollcontainer nach DIN EN 840 zum Einsatz. Wer die passende Sackgrösse für einen Korb oder Container berechnen will, muss zuerst einmal schauen, ob der Behälter rund oder rechteckig ist. Anschliessend kann die passende Sackgrösse mit der  Formel in der nebenstehenden Grafik eruiert werden.

Flachsack, Seitenfaltensack oder Sternnaht: Welche Faltart passt wohin?

Neben der Grösse entscheidet die Faltart darüber, ob ein Sack zum Behälter passt oder am Ende nur halb gefüllt aussieht. In der Herstellung unterscheidet man bei Müllsäcken hauptsächlich zwischen drei Bauarten. Der Flachsack ist schlicht aus der Folie geschnitten, ohne zusätzliche Falten. Er eignet sich gut für runde oder schmale Behälter, wie sie in kleinen Büros, Fluren oder als einfacher Papierkorb-Einsatz vorkommen.

Beim Seitenfaltensack sind an beiden Längsseiten zusätzliche Falten eingearbeitet, die sich beim Befüllen öffnen. Für rechteckige Behälter sind diese Säcke mit Seitenfalten deutlich praktischer, weil sie zusätzliches Volumen bieten und sich dadurch jeder Ecke im Behälter anpassen. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt das Prinzip: Ein handelsüblicher 140-Liter-Sack mit Seitenfalte misst 47+ 43 x 110 Zentimeter. Die zweite Zahl (+43) steht für die Falte, die sich erst beim Befüllen entfaltet. Für die eckigen Sammelbehälter in Gängen, Klassenzimmern oder Bürogeschossen lohnt sich diese Bauart fast immer, weil sonst an den Ecken Volumen und damit Kapazität verschenkt wird.

Als letzte Bauart gibt es dann noch Säcke mit Sternnaht: Am Boden laufen die Nähte sternförmig zusammen, wodurch sich der Sack im ausgefalteten Zustand rund aufstellt. Diese Form eignet sich besonders gut für kleinere, runde Papierkörbe in Büros und Fluren, in die normalerweise eher leichter Abfall kommt.

Wie stark muss ein Abfallsack sein?

LDPE, also Polyethylen mit geringer Dichte, ist weich und dehnbar. Deshalb reisst es nicht so schnell ein, wenn spitze oder kantige Gegenstände im Abfall landen. Das sind zum Beispiel Knochen oder Glasscherben in der Gastronomie. Ein typisches Beispiel ist der klassische schwarze Abfallsack. HDPE, also Polyethylen mit hoher Dichte, ist dünner und raschelt hörbar. Trotzdem ist es bei wenig Material sehr reissfest. Es eignet sich deshalb gut für trockenen, leichten Abfall wie Papier im Büro. Die kleinen, dünnen und transparenten Abfallsäcke aus dem Büro oder der klassische Migros Plastikbeutel gehören in diese Gruppe.

Als letztes Kriterium zählt die Foliendicke in Mikrometern (µm). Bei gleicher Dicke hält LDPE einem Durchstich meist besser stand als HDPE. Dafür braucht HDPE weniger Kunststoff und ist günstiger. Das lohnt sich, wenn im Büro nur leichter Abfall anfällt. Deshalb lassen sich reine µm-Angaben der beiden Materialien nicht eins zu eins vergleichen. Entscheidend ist, wofür der Sack am Ende genutzt wird.

LDPE
Weich und dehnbar
Reisst nicht so schnell ein
Optimal für Industrie und Gastronomie
Klassischer schwarzer Abfallsack
HDPE
Dünner als LDPE
Transparent
Perfekt für Büros und Papierabfälle
Migros Plastiktüte

Nachhaltigkeit als weiteres Kaufkriterium

Schulen und öffentliche Betriebe schreiben Reinigungs- und Verbrauchsmaterial oft noch gewisse ökologische Kriterien vor, und auch Bürogebäude oder Industriebetriebe achten zunehmend auf die Klimabilanz ihrer Lieferanten. Ein verbreitetes Gütesiegel dafür ist der Blaue Engel, der für Abfallsäcke mindestens 80 Prozent Material aus bereits genutztem Kunststoff sowie strenge Umweltauflagen voraussetzt. Manche Anbieter gleichen zusätzlich den CO2-Ausstoss aus Herstellung und Transport ihrer Säcke über anerkannte Klimaschutzprojekte aus.

Abfallsäcke für Schulen, Büros und Gastronomie bei Hygolet bestellen

Hygolet führt Abfallsäcke und Einlagesäcke in Grössen von 18 bis 110 Liter, in transparent, schwarz oder weiss, für den kleinen Bürokorb genauso wie für grössere Sammelbehälter in Schulhäusern, Bürogebäuden oder der Gastronomie. Wer zusätzlich grössere Säcke für Rollcontainer oder eine bestimmte Faltart und Materialstärke für besonders beanspruchte Bereiche wie Mensa oder Werkraum benötigt, lässt sich am besten direkt vom Hygolet-Kundendienst beraten, bevor eine grössere Menge bestellt wird.